"Zur gynäkologischen Versorgung von Frauen mit Behinderung"

Vor neun Jahren trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft. Aus diesem Anlass hat der AKF e.V. mit Ulrike Haase vom Netzwerk behinderter Frauen in Berlin e.V. über die gynäkologische Versorgung von Frauen mit Behinderung gesprochen (AKF-Interview Nr. 14, März 2018): 

"AKF: Du bietest u. a. Beratungen für Frauen mit Behinderungen an. Sind auch Frauen dabei, die eine Empfehlung für eine frauenärztliche Versorgung wünschen?

Ja, das kommt durchaus vor, weil es schwierig ist, eine Praxis zu finden, die barrierefrei zugänglich ist. Die von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin bereitgestellten Informationen zur Barrierefreiheit von Arztpraxen sind häufig irreführend. Sie beruhen auf der Selbstauskunft von Ärzt*innen. Oft stehen Frauen vor einer gynäkologischen Praxis, zum Beispiel mit einem Rollstuhl, und kommen nicht rein. Es ist zu wenig Platz im Umkleidebereich, die Toilette ist nicht rollstuhlgerecht und vor allem: der gynäkologische Untersuchungsstuhl ist für Frauen mit körperlichen Beeinträchtigungen nicht geeignet. (...)"

Hier können Sie das vollständige Interview lesen.


 

Präventionspreis für Berliner Projekt „Gesunder Mund“

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin (13.11.2017):

Auszeichnung für zahnmedizinische Gruppenprophylaxe in Wohneinrichtungen für Erwachsene mit Behinderung.

Das Berliner Projekt „Gesunder Mund“ wurde am 10.11.2017 in Frankfurt am Main mit dem dritten Platz des Präventionspreises „Gruppenprophylaxe interdisziplinär“ der „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland" von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und CP GABA ausgezeichnet. Das gemeinsame Projekt von der Zahnärztekammer Berlin und vom Berliner Hilfswerk Zahnmedizin e.V. (BHZ) ermöglicht eine zahnmedizinische Gruppenprophylaxe in Wohneinrichtungen für Erwachsene mit Behinderung. Für „Gesunder Mund“ sind zurzeit elf zahnmedizinische Teams in 67 Berliner Wohneinrichtungen unterwegs, um die Bewohner vor Ort gemeinsam mit ihren Betreuern für den Erhalt und zur Verbesserung ihrer Mundgesundheit durch Zahnputzübungen, Mundhygieneberatung und Empfehlungen zur regelmäßigen Anwendung von Fluoriden praktisch zu unterstützen. (...)

Hier können Sie die vollständige Presseerklärung lesen.


 

Konstituierung Runder Tisch: Verbesserung gynäkologischer Versorgung von Frauen mit Behinderung in Berlin

Am 8. April 2016 fand die Auftaktveranstaltung für die Konstituierung des Rundes Tisches statt. Der zu konstituierende „Runde Tisch" hat das Ziel, die mangelhafte gynäkologische Versorgung in Berlin grundlegend zu ver­bessern und Frauen mit Behinderungen – schwer mobilitätseingeschränkte Frauen, Frauen mit Lernbeeinträchtigung und/oder Sinnesbehinderung – zu einer ihnen adäqua­ten und gleichberechtigten gynäkologischen Versorgung und einer wohnortnahen und freien Gynäkolog_innenwahl in Berlin zu verhelfen.

Hier finden Sie die Vorträge der Referent_innen:

Stand der Durchsetzung der UN-Behindertenkonvention im Berliner Gesundheitswesen Dr. Jürgen Schneider (Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung Berlin) (pdf)

Behandlungserfahrungen mit Frauen mit Lernbeeinträchtigung
Christina Schneider (Ärztin/Psychotherapeutin, Pro Familia)
(ppt)

Behandlungserfahrungen mit stark mobilitätseingeschränkten
Frauen Dr. Katrin Wolf (Gynäkologin, Familien-planungszentrum
Balance)
(ppt)

Reproduktive und sexuelle Gesundheit behinderter Frauen in
Forschung, Lehre und Praxis. Dr. Marion Michel (Institut für
Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health Universität Leipzig und Leben mit Handicaps e.V.)
(pdf)

Angebot mit eingeschränkter Ärzt_innenwahl: Die barrierefreie
gynäkologische Ambulanz in Bremen Prof. Dr. Swantje Köbsell (AG „Barrierefreie Gynäkologie“)


Der Runde Tisch – Arbeitsweise und Mitgliedschaften Ulrike Haase (AG „Barrierefreie Gynäkologie“) (ppt)