Ärztinnen wegen Verstoß gegen Paragraph 219a kriminalisiert

Anlässlich von mehreren eingeleiteten Ermittlungsverfahren und einer bevorstehenden Gerichtsverhandlung gegen eine Ärztin aus Gießen auf Grundlage von Paragraf 219a StGB haben die Mitglieder des Arbeitskreises Frauengesundheit (AKF e.V) auf der 24. Jahrestagung eine Stellungnahme verfasst (05.11.2017).

Der AKF e.V. solidarisiert sich mit den nach Paragraf 219a StGB angeklagten Ärztinnen und fordert, den Paragrafen 219a StGB im Sinne der gesetzlich festgelegten Patientenrechte zu ändern. Lesen Sie hier die vollständige Stellungnahme.

Wenn Sie die angeklagte Ärztin Kristina Hänel aus Gießen über die Verbreitung dieser Stellungnahme hinaus unterstützen möchten, erhalten Sie Informationen zum Gerichtsprozess, zu Kundgebungen und zu Spendenaufrufen auf der Website des Unterstützungskomitees „Solidarität mit Kristina Hänel“.

Hier finden Sie eine Petition an den Deutschen Bundestag: "Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch"


 

„Hormonell wirk­same Chemikalien wirken sich negativ auf die Lebenswelten von Frauen aus - Die Politik muss handeln!“

Interview der AG Brustkrebs des Netzwerks Frauengesundheit Berlin mit
Dr. Andreas Gies (Umweltbundesamt, Leiter der Abteilung II 1 – Umwelthygiene):

1.  Sie beschäftigen sich im Umweltbundesamt seit vielen Jahren mit den Auswirkungen von bestimmten Chemikalien auf das Hormonsystem bei Mensch und Tier. Wie kam man damals auf diese Zusammenhänge?

In den 1940er bis 1970er Jahren wurde das synthetische Östrogen Diethylstilbestrol (DES) von vielen Ärzten schwangeren Frauen verschrieben. Die Hersteller bewarben dieses Medikament damit, dass es Fehl- und Frühgeburten verhindere und die Babys kräftige. Nichts davon war wahr, wir wissen heute, dass keine der versprochenen Wirkungen erzielt wurde. Die Töchter der Mütter, die mit diesem Mittel behandelt wurden, durchlitten ihr Leben lang oftmals ein Martyrium. (...)

Hier geht es zum vollständigen Interview (16.10.2017).


 

Frauengesundheitsbericht

Das Bundesgesundheitsministerium lässt derzeit einen neuen Frauengesundheitsbericht erstellen. Die Gesellschaft Chancengleichheit e.V. lädt deshalb ein zur Debatte "Gesundheit hat ein Geschlecht / Geschlechtergerechte Teilhabe am Gesundheitswesen".

Zu den verschiedenen Dimensionen der Debatte hat die Gesellschaft Chancengleichheit e.V. 15 Leitfragen formuliert. Hierzu werden Beiträge erbeten bis zum 30.11.2017 an info[at]chancengleichheit.de. Im ersten Halbjahr 2018 ist eine wissenschaftliche Fachtagung vorgesehen.

Hier gibt es weitere Infos zum Call for Papers.


 

Prävention von Brustkrebs ernst nehmen - Politik muss handeln

Stellungnahme des "Netzwerk Frauengesundheit Berlin" zum Brustkrebsmonat Oktober

Wenn es bisher um das Thema Brustkrebs ging, lag der Schwerpunkt ausschließlich auf der Verbesserung von Früherkennung und Behandlung. Das reicht nach Ansicht des "Netzwerk Frauengesundheit Berlin" nicht aus. Anlässlich des internationalen Brustkrebsmonats im Oktober ruft das Netzwerk dazu auf, stärker als bisher die Aufmerksamkeit auf die Vermeidung von Brustkrebs zu legen.

Hier finden Sie die vollständige Presseerklärung (12.10.2017).


"Vielfalt und Solidarität". Erfolgreicher Aktionstag des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung

In diesem Jahr haben am 16.09.2017 mit 2.500 bis 3.000 Menschen deutlich mehr Aktive für die Abschaffung des § 218 und gegen den "Marsch für das Leben" protestiert.

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung informiert mit einer Pressemitteilung über den erfolgreichen Aktionstag.

Die Pressemitteilung und weitere Informationen finden Sie hier.

 

 


 

Wahlprüfsteine des Nationalen Netzwerkes Frauen und Gesundheit

Das Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit hat Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl im September 2017 erarbeitet.

Die Parteien werden aufgefordert, folgende Thematiken zu bearbeiten und sich dafür einzusetzen:

Wahlprüfstein 1: Einrichtung eines Bundesinstitutes Geschlecht und Gesundheit nach kanadischem Vorbild

Wahlprüfstein 2: Gesundheitliche Versorgung gewaltbetroffener Frauen

Wahlprüfstein 3: Prävention gewaltbedingter Gesundheitsbelastungen bei Frauen und Kindern

Hier können Sie den vollständigen Text der Wahlprüfsteine lesen.


 

Beschlüsse der 27. GFMK

Am 7./8. Juni 2017 tagte in Weimar die 27. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minster, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK).

Die Beschlüsse der Konferenz finden Sie hier.


 

Aktuelle Forderungen des Netzwerkes

Unsere aktuellen frauengesundheitspolitischen Forderungen an die Politik sowie die Forderungen zur geschlechtergerechten Umsetzung des Präventionsgesetzes (PrävG) finden Sie hier.


 

Gesundheitliche Angebote für geflüchtete Frauen in Berlin

Hier erfahren Sie, welche Beratungs- und Unterstützungs­möglichkeiten aktuell u.a. von unseren Mitgliedern angeboten werden.

Leider haben wir nicht die Möglichkeit diese Seite mehrsprachig zu gestalten. Die Homepages der Anbieterinnen sind in den meisten Fällen mehrsprachig.

Folgende Angebote gibt es:

  • Beratung für Migrant_innen mit HIV
  • Beratung zur sexuallen Gesundheit (auch HIV-Tests)
  • Telefonische psychosoziale Krisenberatung für Migrantinnen
  • Psycho-soziale Beratung in den zwei Arbeitsbereichen Gesundheit und LesMigraS
  • Telefonische psychosoziale Krisenberatung für Migrantinnen
  • Beratung rund um die Familienplanung/ Schwangerschaft/ Elternschaft
  • Babymassage-Kurse
  • Projekt "Gesundheitsversorgung von geflüchteten Frauen* verbessern"
  • Projekt "Schwangere und Mütter aus allen Berlin Unterkünften"
  • Lara - Krisen- und Beratungszentrum

Hier finden Sie die ausführlichen Beschreibungen der Angebote.

Eine Liste als pdf zum Herunterladen finden Sie hier.


 

Zugang zu medizinischer Versorgung für alle

In Deutschland müsse flächendeckend sichergestellt sein, dass eine leitliniengerechte HIV-Therapie als eine notwendige Behandlung im Sinne des Asylbewerberleistungsgesetzes anerkannt werde.

Dies fordert der Nationale AIDS-Beirat (NAB), ein unabhängiges Beratungsgremium des Bundesministeriums für Gesundheit, in einem Votum vom 10.06.2014.

>>Hier weiterlesen.


 

Gesundheitliche Versorgung nach häuslicher und sexueller Gewalt

S.I.G.N.A.L. e.V. veröffentlicht Übersetzung der WHO Leitlinien

S.I.G.N.A.L. e.V. legt die deutsche Fassung der evidenzbasierten WHO Leitlinien „Responding to intimate partner violence and sexual violence against women - WHO clinical and policy guidelines” vor. Die Übersetzung erfolgte lizensiert durch die Generaldirektion der WHO und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.
„Gewalt in Paarbeziehungen und sexuelle Gewalt“, so Dr. García-Moreno, WHO Abteilung für reproduktive Gesundheit und verantwortlich für die Leitlinien „sind eine weltweite Problematik mit epidemischem Ausmaß und mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Betroffenen“.


Hier findet sich die komplette Presseerklärung und
>>hier sind weitergehende Informationen.


   

Pressemitteilung HPV-Impfung und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Ausgewogene Gesundheitsinformationen unerwünscht

Derzeit steht eine ausgewogene und unabhängige Broschüre zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und HPV-Impfung unter dem Beschuss des Berufsverbandes der Kinder-und Jugendärzte. Die Broschüre wird von dem interdisziplinären und multiprofesionellen "Nationalen Netzwerk Frauen und Gesundheit" herausgegeben.

Lesen sie >>hier die Pressemitteilung des "Nationalen Netzwerk Frauen und Gesundheit" zur Kritik und der Blockade der Aufklärung.


   

Hebammen: Erster Schritt getan. Jetzt Abgeordnete treffen!

Am 26.6.2014 findet die Gesundheitsministerkonferenz in Hamburg statt, bei der sich die Gesundheitsminister der Länder mit Herrn Gröhe treffen. Derzeit ist nicht geklärt, ob überhaupt über die Hebammensituation gesprochen wird. Deshalb müssen WIR uns wieder bewegen.

Was Du tun kannst: Triff Deinen Abgeordneten!

Wir wollen, dass alle Teilnehmenden der Konferenz über unsere Sorgen informiert ist. Triff deshalb Deinen Abgeordneten und erzähl ihm von der Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Rettung der Hebammenbetreuung. Du kannst Freunde oder Bekannte mitnehmen, die Dir zur Seite stehen - es ist gar nicht schwer:
1.) Finde Deine Abgeordneten.
2.) Tipps zum Anschreiben an Deinen Abgeordneten.

Die Elterninitiative Hebammenunterstützung.de koordiniert die Treffen und stellt Dir auch Infomaterial und eine Begleitung zur Seite, sofern Du eine brauchst. Jedes Treffen wird mit Foto auf der Webseite veröffentlicht und gezählt. So wird heute Druck ausgeübt!


   

Vermeidung von Brustkrebs durch Senkung der Chemikalienbelastung: Die neue Studie des Silent Spring Institute

Die Zeitschrift Environmental Health Perspectives hat am 12. Mai 2014 eine neue Studie zu Chemikalien veröffentlicht, die im Verdacht stehen, Brustkrebs zu verursachen. Die in der Studie gelisteten 102 Chemikalien wurden im Tierversuch von Ruthann A. Rudel et al. (2007) vom Silent Spring Institute als Karzinogene für Brustkrebs identifiziert.

Der ganze Text kann hier gelesen werden.


     

Neue Broschüre erschienen

Das Netzwerk Frauengesundheit Berlin hat im Januar 2014 eine neue Broschüre herausgebracht. Die Broschüre mit dem Titel „Berlin – Gesunde Stadt für Frauen“ beschreibt die Ziele und Inhalte, sowie die Struktur des Netzwerkes und stellt die Arbeit der einzelnen Arbeitsgemeinschaften vor.

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.
Sie kann aber auch in der Netzwerkstelle bestellt werden.


 

Kaiserschnitt: Ja! Nein! Vielleicht?

Fast ein Drittel aller Kinder in Deutschland kommt durch einen Kaiserschnitt zur Welt. In vielen Fällen ist es nützlich, sich schon in der Schwangerschaft über die Vor- und Nachteile eines Kaiserschnittes zu informieren. Diese Broschüre will Ihnen dabei helfen, offene Fragen zu klären und Sie anregen, eine Entscheidung zu treffen, die Ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Deshalb finden Sie in der Broschüre neben medizinischen Informationen auch Hintergrundinformationen zum Kaiserschnitt, seelische Aspekte und Tipps für eine gute medizinische und persönliche Betreuung.

Hier können Sie die Broschüre herunterladen.
Hier kann das Fußnoten- und Literaturverzeichnis heruntergeladen werden.


 

Gröhe versucht sich in einem Kompromiss

Aus für die Hebammen abgewendet?

Seit letztem Jahr gibt es die interministerielle Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“, deren Ergebnisse nun vorliegen. Auf Basis der Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe und der Gespräche mit Vertreter_innen der Hebammen, dem Verband der gesetzliche Krankenversicherung (GKV) - und der Versicherungswirtschaft hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe Vorschläge vorgelegt, wie das befürchtete Aus der Hebammen abgewendet werden kann.

Den vollständige Abschlussbericht (2014) der interministeriellen Arbeitsgruppe finden sich hier.


 

Vertrauliche Geburt: eine Herausforderung (auch) für Hebammen

Am 1. Mai 2014 tritt das Gesetz zur vertraulichen Geburt in Kraft. Es soll Schwangeren in Konfliktsituationen ermöglichen, auch dann fachlich, medizinische Hilfe für die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett in Anspruch zu nehmen, wenn sie ihren Namen nicht preisgeben möchte. Dabei haben sie die Wahl ihr Kind in einem Krankenhaus, im Geburtshaus oder zuhause zur Welt zu bringen. Gekoppelt ist die vertrauliche Geburt allerdings an die Auflage, dass das Kind zur Adoption freigegeben wird. Gleichzeitig soll dem Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft Rechnung getragen werden. Ein Spagat, der auch Hebammen vor neue Herausforderungen stellt.


... den Artikel weiterlesen auf http://www.hebammenverband.de