Istanbul-Konvention

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat in seiner Analyse „Die Istanbul-Konvention. Neue Impulse für die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt" Handlungsempfehlungen zu dessen Umsetzung formuliert (u.a. Kapitel zu Flüchtlingsfrauen, zu Frauen mit Behinderungen, Kindern, sexualisierter Gewalt und zur Opferentschädigung).

Hier geht es zum Download der Publikation.

s.a. Pressemitteilung v. 31.01.2018: „Istanbul-Konvention: Geschlechtsspezifische Gewalt wirksam bekämpfen“.


 

Versorgung mit Hebammen

Am Runden Tisch Frauengesundheit in Wiesbaden wurde ein Konzept für die Erhaltung und Förderung einer flächendeckenden Versorgung mit Hebammenleistungen beschlossen; die Stadt Wiesbaden hat hierfür 30.000 €  bewilligt. Das Konzept beinhaltet QM, Schulungen, Qualitätszirkel, Werbung in Schulen, Fortbildung zu Steuer und Versorgungsfragen und die Planung einer Koordinierungsstelle für Wiesbaden.

Hier gibt es weitere Infos und das Konzept.


 

Länderübergreifender Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg

Der Vierte Länderübergreifernde Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg wurde veröffentlicht (10.01.2018).

Der Gesundheitsbericht 2017 informiert über Gesundheit und Krankheit der erwerbs­tätigen Bevölkerung für die Jahre 2014 bis 2016. Ein spezielles Kapitel befasst sich mit dem Thema „Wie gesund ist das Gesundheitswesen?“ unter besonderer Berücksichtigung der Pflege.

Der Gesundheitsbericht 2017 steht hier zum Download.

Hier gibt es eine Presseinformation.


 

Für eine Schwangerschaft ohne Alkohol

Pressemitteilung (20.12.2017)
von Netzwerk Frauengesundheit Berlin, Berliner Hebammenverband, pro familia LV Berlin und vista:

Nicht immer fällt Frauen in der Schwangerschaft der Verzicht auf Alkohol leicht. Das kann Folgen haben. Experten weisen darauf hin, dass auch geringste Mengen Alkohol zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft das ungeborene Kind schädigen können.

Deshalb startet heute eine Kampagne, die die Aufklärungsarbeit in den Praxen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe unterstützen will. Eine Initiative aus den Bereichen Frauengesundheit, Geburts- und Suchthilfe verschickt berlinweit Informationsmaterial und Aufkleber an Ärzt*innen, die ihre Patientinnen für die Gefahr bleibender Schäden durch Alkoholkonsum sensibilisieren wollen.

Der Aufkleber mit einem durchgestrichenen Weinglas könnte so zum Beispiel in den Mutterpass geklebt werden und die Frauen erinnern und ermutigen während der gesamten Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten. (...)

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Weitere Infos zum Thema Alkohol und Schwangerschaft sowie nützliche Adressen und Anlaufstellen in Berlin finden Sie auf der Website von Wigwam Zero, einem Berliner Modellprojekt zur Prävention von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.


 

Bundesratsinitiative zur Aufhebung des § 219a


Die Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Thüringen und Bremen haben im Bundesrat einen gemeinsamen Gesetzesantrag (v. 12.12.2017) zur Aufhebung des § 219a StGB (Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft) eingebracht. Er wird zurzeit in den zuständigen Bundesratsausschüssen beraten.

Hier finden Sie den Gesetzesantrag und weitere Informationen.


 

Ärztinnen wegen Verstoß gegen Paragraph 219a kriminalisiert

Die Gießener Fachärztin für Allgemeinmedizin, Kristina Hänel, kämpft für das Recht von Frauen, sich über Schwangerschaftsabbrüche umfassend zu informieren. Am 24.11.17 wurde sie vom Amtsgericht Gießen zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil sie auf ihrer Webseite Abtreibung als Leistung angeboten habe und damit gegen den § 219a StGB verstoßen haben soll.

"Kristina Hänels Kampf gegen das Tabu der Abtreibung" - diesen ausführlichen Bericht finden Sie auf der Website vom Tagesspiegel (12.12.2017). In diesem Artikel weist außerdem die Berliner Frauenärztin Jutta Pliefke, die in einer gynäkologischen Praxis und in der Berliner Beratungsstelle von Pro Famila arbeitet, darauf hin, welche drastischen Folgen die Rechtslage hat (z.B. fehlende Thematisierung in der Aus- und Weiterbildung; keine Bewilligung von Forschungsgeldern).

Wenn Sie die verurteilte Ärztin Kristina Hänel aus Gießen unterstützen möchten, erhalten Sie Informationen zum Gerichtsprozess, zu Kundgebungen und zu Spendenaufrufen auf der Website des Unterstützungskomitees „Solidarität mit Kristina Hänel“.

Anlässlich von mehreren eingeleiteten Ermittlungsverfahren auf Grundlage von Paragraf 219a StG hatte der AKF e.V am 05.11.2017 eine Stellungnahme verfasst. Der AKF e.V. solidarisiert sich mit den nach Paragraf 219a StGB angeklagten Ärztinnen und fordert, den Paragrafen 219a StGB im Sinne der gesetzlich festgelegten Patientenrechte zu ändern. Lesen Sie hier die vollständige Stellungnahme.

Auch das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung hat hierzu eine Pressemitteilung herausgegeben.

Hier finden Sie eine Petition an den Deutschen Bundestag: "Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch


 

„Hormonell wirk­same Chemikalien wirken sich negativ auf die Lebenswelten von Frauen aus - Die Politik muss handeln!“

Interview der AG Brustkrebs des Netzwerks Frauengesundheit Berlin mit
Dr. Andreas Gies (Umweltbundesamt, Leiter der Abteilung II 1 – Umwelthygiene):

1.  Sie beschäftigen sich im Umweltbundesamt seit vielen Jahren mit den Auswirkungen von bestimmten Chemikalien auf das Hormonsystem bei Mensch und Tier. Wie kam man damals auf diese Zusammenhänge?

In den 1940er bis 1970er Jahren wurde das synthetische Östrogen Diethylstilbestrol (DES) von vielen Ärzten schwangeren Frauen verschrieben. Die Hersteller bewarben dieses Medikament damit, dass es Fehl- und Frühgeburten verhindere und die Babys kräftige. Nichts davon war wahr, wir wissen heute, dass keine der versprochenen Wirkungen erzielt wurde. Die Töchter der Mütter, die mit diesem Mittel behandelt wurden, durchlitten ihr Leben lang oftmals ein Martyrium. (...)

Hier geht es zum vollständigen Interview (16.10.2017).


 

Frauengesundheitsbericht

Das Bundesgesundheitsministerium lässt derzeit einen neuen Frauengesundheitsbericht erstellen. Die Gesellschaft Chancengleichheit e.V. lädt deshalb ein zur Debatte "Gesundheit hat ein Geschlecht / Geschlechtergerechte Teilhabe am Gesundheitswesen".

Zu den verschiedenen Dimensionen der Debatte hat die Gesellschaft Chancengleichheit e.V. 15 Leitfragen formuliert. Hierzu werden Beiträge erbeten bis zum 30.11.2017 an info[at]chancengleichheit.de. Im ersten Halbjahr 2018 ist eine wissenschaftliche Fachtagung vorgesehen.

Hier gibt es weitere Infos zum Call for Papers.


 

Prävention von Brustkrebs ernst nehmen - Politik muss handeln

Stellungnahme des "Netzwerk Frauengesundheit Berlin" zum Brustkrebsmonat Oktober

Wenn es bisher um das Thema Brustkrebs ging, lag der Schwerpunkt ausschließlich auf der Verbesserung von Früherkennung und Behandlung. Das reicht nach Ansicht des "Netzwerk Frauengesundheit Berlin" nicht aus. Anlässlich des internationalen Brustkrebsmonats im Oktober ruft das Netzwerk dazu auf, stärker als bisher die Aufmerksamkeit auf die Vermeidung von Brustkrebs zu legen.

Hier finden Sie die vollständige Presseerklärung (12.10.2017).


"Vielfalt und Solidarität". Erfolgreicher Aktionstag des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung

In diesem Jahr haben am 16.09.2017 mit 2.500 bis 3.000 Menschen deutlich mehr Aktive für die Abschaffung des § 218 und gegen den "Marsch für das Leben" protestiert.

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung informiert mit einer Pressemitteilung über den erfolgreichen Aktionstag.

Die Pressemitteilung und weitere Informationen finden Sie hier.

 

 


 

Wahlprüfsteine des Nationalen Netzwerkes Frauen und Gesundheit

Das Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit hat Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl im September 2017 erarbeitet.

Die Parteien werden aufgefordert, folgende Thematiken zu bearbeiten und sich dafür einzusetzen:

Wahlprüfstein 1: Einrichtung eines Bundesinstitutes Geschlecht und Gesundheit nach kanadischem Vorbild

Wahlprüfstein 2: Gesundheitliche Versorgung gewaltbetroffener Frauen

Wahlprüfstein 3: Prävention gewaltbedingter Gesundheitsbelastungen bei Frauen und Kindern

Hier können Sie den vollständigen Text der Wahlprüfsteine lesen.


 

Beschlüsse der 27. GFMK

Am 7./8. Juni 2017 tagte in Weimar die 27. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minster, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK).

Die Beschlüsse der Konferenz finden Sie hier.


 

Aktuelle Forderungen des Netzwerkes

Unsere aktuellen frauengesundheitspolitischen Forderungen an die Politik sowie die Forderungen zur geschlechtergerechten Umsetzung des Präventionsgesetzes (PrävG) finden Sie hier.


 

Gesundheitliche Angebote für geflüchtete Frauen in Berlin

Hier erfahren Sie, welche Beratungs- und Unterstützungs­möglichkeiten aktuell u.a. von unseren Mitgliedern angeboten werden.

Leider haben wir nicht die Möglichkeit diese Seite mehrsprachig zu gestalten. Die Homepages der Anbieterinnen sind in den meisten Fällen mehrsprachig.

Folgende Angebote gibt es:

  • Beratung für Migrant_innen mit HIV
  • Beratung zur sexuallen Gesundheit (auch HIV-Tests)
  • Telefonische psychosoziale Krisenberatung für Migrantinnen
  • Psycho-soziale Beratung in den zwei Arbeitsbereichen Gesundheit und LesMigraS
  • Telefonische psychosoziale Krisenberatung für Migrantinnen
  • Beratung rund um die Familienplanung/ Schwangerschaft/ Elternschaft
  • Babymassage-Kurse
  • Projekt "Gesundheitsversorgung von geflüchteten Frauen* verbessern"
  • Projekt "Schwangere und Mütter aus allen Berlin Unterkünften"
  • Lara - Krisen- und Beratungszentrum

Hier finden Sie die ausführlichen Beschreibungen der Angebote.

Eine Liste als pdf zum Herunterladen finden Sie hier.


 

Gesundheitliche Versorgung nach häuslicher und sexueller Gewalt

S.I.G.N.A.L. e.V. veröffentlicht Übersetzung der WHO Leitlinien

S.I.G.N.A.L. e.V. legt die deutsche Fassung der evidenzbasierten WHO Leitlinien „Responding to intimate partner violence and sexual violence against women - WHO clinical and policy guidelines” vor. Die Übersetzung erfolgte lizensiert durch die Generaldirektion der WHO und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.
„Gewalt in Paarbeziehungen und sexuelle Gewalt“, so Dr. García-Moreno, WHO Abteilung für reproduktive Gesundheit und verantwortlich für die Leitlinien „sind eine weltweite Problematik mit epidemischem Ausmaß und mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Betroffenen“.


Hier findet sich die komplette Presseerklärung (v. 01.06.2014) und
>>hier sind weitergehende Informationen.


   

Neue Broschüre erschienen

Das Netzwerk Frauengesundheit Berlin hat im Januar 2014 eine neue Broschüre herausgebracht. Die Broschüre mit dem Titel „Berlin – Gesunde Stadt für Frauen“ beschreibt die Ziele und Inhalte, sowie die Struktur des Netzwerkes und stellt die Arbeit der einzelnen Arbeitsgemeinschaften vor.

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.
Sie kann aber auch in der Netzwerkstelle bestellt werden.


 

Informationsmaterial Deutsch

Flyer von Wigwam Zero