Internationaler Brustkrebsmonat Oktober 2018

"Vorsorgenden Gesundheitsschutz etablieren: Netzwerk Frauengesundheit Berlin fordert Schutz vor hormonell wirksamen Chemikalien im Alltag"

"Anlässlich des Internationalen Brustkrebsmonat im Oktober 2018 erinnert das Netzwerk Frauengesundheit Berlin daran, dass vorsorgender Gesundheitsschutz und Primärprävention nicht nur im Oktober wichtig sind.

Wir sind besorgt über die anhaltend hohen Neuerkrankungsraten. In Deutschland erkranken zurzeit über 70.000 Frauen jedes Jahr neu an Brustkrebs und unter der Annahme gleichbleibender Erkrankungsraten für Frauen zwischen 50 und 74 Jahren prognostizierte das Robert-Koch-Institut einen weiteren Anstieg auf über 77.000 Neuerkrankungen für das Jahr 2020.

Neben den anerkannten Risikofaktoren stehen seit einiger Zeit hormonwirksame Stoffe, sog. EDCs (Endocrine Disrupting Chemicals), im Verdacht, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen. Diese Stoffe, wie zum Beispiel Substanzen aus der Gruppe der Phthalate oder Bisphenol A, befinden sich in vielen Alltagsprodukten. Sie können im Körper von Frauen hormonelle Wirksamkeit entfalten. (...)"

Die vollständige Presseerklärung finden Sie hier. (12.10.18)


 

 

„Hormonell wirk­same Chemikalien wirken sich negativ auf die Lebenswelten von Frauen aus - Die Politik muss handeln!“

 

Interview der AG Brustkrebs des Netzwerks Frauengesundheit Berlin mit
Dr. Andreas Gies (Umweltbundesamt, Leiter der Abteilung II 1 – Umwelthygiene):

1.  Sie beschäftigen sich im Umweltbundesamt seit vielen Jahren mit den Auswirkungen von bestimmten Chemikalien auf das Hormonsystem bei Mensch und Tier. Wie kam man damals auf diese Zusammenhänge?

In den 1940er bis 1970er Jahren wurde das synthetische Östrogen Diethylstilbestrol (DES) von vielen Ärzten schwangeren Frauen verschrieben. Die Hersteller bewarben dieses Medikament damit, dass es Fehl- und Frühgeburten verhindere und die Babys kräftige. Nichts davon war wahr, wir wissen heute, dass keine der versprochenen Wirkungen erzielt wurde. Die Töchter der Mütter, die mit diesem Mittel behandelt wurden, durchlitten ihr Leben lang oftmals ein Martyrium. (...)

Hier geht es zum vollständigen Interview (16.10.2017)

 

 

Prävention von Brustkrebs ernst nehmen - Politik muss handeln

 

Stellungnahme des "Netzwerk Frauengesundheit Berlin" zum Brustkrebsmonat Oktober

Wenn es bisher um das Thema Brustkrebs ging, lag der Schwerpunkt ausschließlich auf der Verbesserung von Früherkennung und Behandlung. Das reicht nach Ansicht des "Netzwerk Frauengesundheit Berlin" nicht aus. Anlässlich des internationalen Brustkrebsmonats im Oktober ruft das Netzwerk dazu auf, stärker als bisher die Aufmerksamkeit auf die Vermeidung von Brustkrebs zu legen.

Hier finden Sie die vollständige Presseerklärung (12.10.2017).

 

 

Hormonell wirksame Stoffe: die unsichtbare Gefahr - Menschen und Umwelt schützen!

 

Ein Vortrag von Dr. Silvia Pleschka (WECF e.V.) vom 10. September 2016

Der WECF ist der Verein "Women in Europe für a Common Future"

Er wurde 1993 als non-profit Organisation gegründet und ist ein internationales Netzwerk von 100 Frauen-, Umwelt- und Gesundheitsschutzorganisationen.

Hier finden Sie den Vortrag von Silvia Pleschka:
Hormonell wirksame Stoffe: die unsichtbare Gefahr - Menschen und Umwelt schützen!

Erfolge und Forderungen der AG Brustkrebs im Jahr 2016

 

Die AG Brustkrebs hat sich 2016 überwiegend mit den Themen Krebsregistrierung und Umweltbelastungen als Krebsursache für Brustkrebs befasst.

Krebsregistrierung
Neu 2016 ist die Einführung des Klinischen Krebsregisters (KKR) für Berlin und Brandenburg, wie im Staatsvertrag vom 1. April 2016 festgelegt und ab dem 1.Juli 2016 in Kraft getreten. Die AG Brustkrebs begrüßt die Umsetzung und sieht hier Chancen für eine größere Transparenz des Versorgungsgeschehens und in der Folge auch Verbesserungen der Behandlung von Krebserkrankungen bei Brustkrebs.

Thema Umweltbelastungen und Krebsentstehung im Zusammenhang mit Brustkrebs
Zu dem Thema ist 2016 der Artikel „Brustkrebs und Umweltbelastungen: Erkennen, verstehen, vermeiden“ von Gudrun Kemper erschienen (sowohl in der Clio wie auch in der Deutschen onkologischen Zeitschrift).

Einen Ausführlichen Bericht finden Sie hier

Mammografie-Screening: Kritik nimmt massiv zu - Neubewertung gefordert

 

Verschiedene medizinische Organisationen sprechen sich inzwischen gegen das Mammografie-Screening aus.
Das unabhängige Swiss Medical Board (SMB), ein Schweizer Expertengremium aus Medizin, Ethik, Recht und Ökonomie, empfiehlt, das Mammografie-Screening zu beenden. Hauptgrund sei das ungünstige Nutzen-Risiko-Verhältnis.

Diese Beurteilung stützt sich auf einen 83-seitigen Bericht. Darin wird das Mammografie-Screening auf seine Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft.

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Frauen überschätzen den Nutzen des Mammografie-Screenings kolossal

 

Ende Februar 2014 wurde der Gesundheitsmonitor von Barmer GEK und Bertelsmann Stiftung veröffentlicht. Mehr als 1800 Frauen haben an der Erhebung teilgenommen, in der es darum ging, ihre Erwartungen und ihren Kenntnisstand gegenüber der Mammografie zu erfassen. Die Befragung zeigt, dass Frauen den Nutzen des Brustkrebs-Screenings massiv überschätzen und die Schadenspotenziale erheblich unterschätzen. Prof. Norbert Schmacke, einer der Autoren des Gesundheitsmonitors, hält das Ausmaß der Informationsdefizite für besorgniserregend.

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Vermeidung von Brustkrebs durch Senkung der Chemikalienbelastung: Die neue Studie des Silent Spring Institute

Die Zeitschrift Environmental Health Perspectives hat am 12. Mai 2014 eine neue Studie zu Chemikalien veröffentlicht, die im Verdacht stehen, Brustkrebs zu verursachen. Die in der Studie gelisteten 102 Chemikalien wurden im Tierversuch von Ruthann A. Rudel et al. (2007) vom Silent Spring Institute als Karzinogene für Brustkrebs identifiziert.

Der ganze Text kann hier gelesen werden.