Das Traumanetz Berlin ist gestartet und sucht weitere Engagierte

Seit Anfang 2018 ist die Fachstelle Traumanetz Berlin bei S.I.G.N.A.L. e.V. als Träger eingerichtet. Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung gefördert.

Das Traumanetz Berlin ist ein auf freiwilliger Grundlage beruhender Zusammenschluss von Einzelpersonen, Vereinen, Verbänden, Initiativen, Organisationen und weiteren Akteur*innen, die an der Versorgung von gewaltbetroffenen Frauen mit komplexen Traumafolgestörungen und ihren Kindern beteiligt sind und diese verbessern möchten. Die Fachstelle koordiniert den inhaltlichen Aufbau und organisiert die berlinweite Vernetzung. Sie entwickelt zielgruppenorientierte Informationsangebote und bietet Fachveranstaltungen an.

Ein wesentliches Ziel des Traumanetzes Berlin ist der Aufbau von stationären und teilstationären frauenspezifischen Traumatherapie-Angeboten in aktuell drei Berliner Kliniken:

Die (teil-)stationäre Traumabehandlung von gewaltbetroffenen Frauen mit komplexen Traumafolgestörungen und ihrer Kinder startet bald: Im Alexianer St. Joseph Krankenhaus Berlin Weißensee wird die stationäre frauenspezifische Traumabehandlung bereits ab Januar 2019 möglich sein, im Vivantes Klinikum Neukölln sowie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe voraussichtlich ab Januar 2020.

Die Fachstelle des Traumanetzes Berlin fördert die Vernetzung der bestehenden Hilfesysteme, um ein Zusammenwirken aller am Hilfeprozess Beteiligten zu erreichen und somit gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern die bestmögliche Unterstützung zu bieten.

Das Traumanetz Berlin wird kontinuierlich erweitert und ist interessiert an einer breiten Vernetzung der Fachöffentlichkeit zugunsten gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder.

Interessierte, die am Traumanetz Berlin mitwirken möchten, wenden sich gerne direkt an die Fachstelle.

Die Fachstelle ist telefonisch unter 030 / 46902590 oder per E-Mail unter traumanetz[at]signal-intervention.de erreichbar.

Weitere Informationen zum Traumanetz Berlin: www.signal-intervention.de/fachstelle-traumanetz


 

Expertise "Ärztliche Versorgung Minderjähriger nach sexueller Gewalt ohne Einbezug der Eltern"

Die Expertise „Ärztliche Versorgung Minderjähriger nach sexueller Gewalt ohne Einbezug der Eltern“ (2018) des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF) wurde von S.I.G.N.A.L. e.V. in Auftrag gegeben und vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, LV Berlin, finanziert.

Die Autor*innen kommen zu dem Ergebnis, dass Minderjährige nach einer Vergewaltigung auch ohne Einbezug der Eltern medizinisch versorgt werden können. Sie können ebenso das Angebot einer vertraulichen Sicherung von Spuren erhalten. Voraussetzung für beides ist, dass die Minderjährigen einwilligungsfähig sind.

Hier steht die Expertise zum Download.


 

TERRE DES FEMMES: Erklär-Film "Gleichberechtigt leben in Deutschland"

TERRE DES FEMMES hat im Rahmen des Kooperationsprojekts „Bildung schafft Integration" gemeinsam mit der IGB CE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) den Erklär-Film „Gleichberechtigt leben in Deutschland“ produziert.

Der animierte Film informiert insbesondere geflüchtete Frauen (und Männer) über ihre Rechte und das Verbot von Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Die kultursensiblen Illustrationen, die nach intensivem Austausch mit geflüchteten Frauen entstanden sind, thematisieren Häusliche Gewalt, Zwangsheirat und andere Gewaltformen gegen Frauen. Der Erklär-Film unterstreicht besonders die Möglichkeiten des selbstbestimmten und gleichberechtigten Lebens von Frauen in Deutschland. Er soll weibliche Geflüchtete dazu ermutigen, ihre Rechte wahrzunehmen im Falle von Gewalt nicht zu schweigen und sich an Polizei und Beratungsstellen zu wenden. 

Seit März 2018 steht der Erklär-Film auf YouTube in deutscher, arabischer und englischer Sprache zum kostenlosen Download zur Verfügung. Der dreiminütige Film ist unter anderem in Beratungsstellen, Sprach- und Orientierungskursen, Flüchtlingsunterkünften, Schulen und Wartesälen (auch ohne Ton verständlich) einsetzbar.

TERRE DES FEMMES bietet den Film auch als MP4-Datei zum Download an.


 

Ratifizierung der "Istanbul-Konvention"

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Übereinkommen des Europarats vom 11.05.2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Drucksache 17/12037 v. 24.04.2017) liegt vor. Download des Gesetzentwurfs und weitere Informationen >>hier

 

Eine Stellungnahme des S.I.G.N.A.L. e.V. (v. 30.05.2017) findet sich >>hier


 

Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation für Gesundheitsversorgung und Gesundheitspolitik

Seit Sommer 2013 liegen erstmals evidenzbasierte Leitlinien der WHO zum Umgang der Gesundheitsversorgung mit häuslicher und sexueller Gewalt vor. Ergänzt werden die Leitlinien durch Infografiken.


S.I.G.N.A.L. e.V. hat die englisch-sprachigen Leitlinien und Infografiken übersetzt.
Sie sind in dieser Form  durch die WHO lizensiert und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert.

Die deutsche Übersetzung der WHO-Leitlinien für Gesundheitsversorgung und Gesundheitspolitik zu Umgang mit Gewalt in Paarbeziehungen und mit sexueller Gewalt gegen Frauen, können >>hier heruntergeladen werden

Die Leitlinien und Infografiken in der englischen Originalfassung finden sich >>hier