"Der zornige Kaktus" - Negativ-Preis für sexistische Werbung

Terre des Femmes e. V. (TDF) vergibt den Negativ-Preis „Der zornige Kaktus“ an Unternehmen mit besonders frauenfeindlicher Werbung.

Über die von der Jury ausgewählten drei Favoriten konnte bis zum 05.08.18 auf der TDF-Homepage und bei Facebook abgestimmt werden.
Das Abstimmungsergebnis finden Sie hier.

Hier gibt es weitere Infos und Beispiele mit Kriterien zu sexistischer Werbung.


 

Jahrbuch „Deutscher Werberat 2018“

Das Jahrbuch des Deutschen Werberats für 2017 ist erschienen: Egab es insgesamt 1.389 Beschwerden, die sich auf 787 Beschwerdefälle verteilten (+12 Prozent). Wie in den vergangenen Jahren bildete der Beschwerdegrund ‚Geschlechterdis­kriminierende Werbung‘ den Schwerpunkt der Proteste mit insgesamt 321 Fällen (rund 60 % aller Fälle).

Weitere Infos s. www.werberat.de.
Das Jahrbuch kann als  PDF-Datei kostenfrei bestellt werden über werberat(at)werberat.de


Kluge Werbung geht ohne Sexismus

Sexistische, frauenfeindliche und diskriminierende Werbung ist eine Verkaufsstrategie, die uns täglich begegnet.
Der Deutsche Frauenring e. V. hat einen Flyer mit Informationen herausgegeben (2017), wie wir dagegen aktiv werden können. Die Initiative wird unterstützt vom Netzwerk Frauengesundheit Berlin.

 


"Sexism Shouldn’t Sell“

Die Frauen- und Gleichstellungs­beauftragte des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg hat einen Handlungsleitfaden herausgegeben zur Umsetzung von Maßnahmen gegen sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung sowie eine Postkarte, die als Protest an Unternehmen gesendet werden kann (Sept. 2017).

 


 

"Sexistische Werbung ist umgehend zu stoppen“

Der AKF e.V. hat ein Interview mit Ulrike Hauffe (Landes­beauftragte für Frauen des Landes Bremen) über den Erfolg der Bremer Plakataktion gegen sexistische Werbung „Make Werbung Great Again“ geführt. Hier kann das AKF-Interview (Nr. 11, 21.09.2017) gelesen werden.

Hier sind weitere Infos über die Plakataktion zu finden.


 

Frauen nur als Deko - Sexismus in den Medien

Am 28. September 2016 fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung die Konferenz  Frauen nur als Deko - Sexismus in den Medien statt.

 

Es ist möglich die Veranstaltung hier im Nachhinein nochmal online zu sehen.


 

Gegen Geschlechterdiskriminierende Werbung

Geschlechterdiskriminierende Werbung hat viel mit Frauengesundheit zu tun. Es ist bekannt, dass frauenfeindliche Werbung und Gewalt gegen Frauen miteinander verknüpft sind (s. Pressetext v. 03.07.2009 Sexistische Witze schüren Gewalt gegen Frauen).

Auch ist sexistische Werbung an sich strukturelle Gewalt.
Der permanente Konsum von sexistischer Werbung, gegen die sich kein Mensch erwehren kann, da sie allgegenwärtig ist, führt häufig zu einem gestörten Körperbild.

Gemeinsam mit anderen Organisationen setzen wir uns gegen sexistische Werbung ein, u.a. mit PinkStinks Germany und TERRE DES FEMMES.


 

TERRE DES FEMMES

Neben den Themen, die vor allem Gewalt gegen Frauen und Mädchen betreffen, arbeitet TERRE DES FEMMES seit mehreren Jahren auch zu frauenfeindlicher Werbung. Auf der Homepage informiert die Frauenrechtsorganisation hierüber und bietet eine Checkliste an, mit der frauenfeindliche Werbung identifiziert werden kann. Der Verein informiert zudem über aktuelle Protestaktionen, für die auch immer über Facebook und Twitter mobilisiert wird, und über weitere Möglichkeiten, wie gegen sexistische Werbung protestiert werden kann.

TERRE DES FEMMES bietet für den Protest auch Materialien wie Postkarten und Aufkleber an, die über den Shop bestellt werden können.

2014 wird die Organisation zum ersten Mal einen Preis verleihen für die sexistischste Werbung. Preisvorschläge können ab sofort eingereicht werden unter gewaltschutz[at]frauenrechte.de


 

Pinkstinks

Pinkstinks ist eine Protestorganisation gegen Produkte, Werbekampagnen und Marketingstrategien, die Mädchen eine limitierende Rolle zuweisen. Neben unserem Protest auf der Straße (Protest gegen Barbie Dreamhouse, Berlin 2013; Demo gegen Sexismus in der Werbung, Berlin 2013; Demo gegen das Finale von GNTM, Köln 2014) und unserer Bildungsarbeit an Schulen arbeiten wir an einer Gesetzesnorm, die geschlechtsdiskriminierende Werbung verbieten soll. Dabei geht es uns nicht um überzogenen Moralismus oder gar Zensur. Die weihnachtliche Dessouswerbung werden wir nicht verbannen. Warum dann eine Gesetzesnorm? Was kann und will die?

Sexualisierte Körper, die ohne Produktbezug Produkte bewerben (z.B. die halbnackte Frau neben der Bierflasche) sind ebenso sexistisch wie der rosafarbene Spielzeugcomputer, der im Gegensatz zum blauen nur halb so viel Funktionen hat. Der Werberat weist solche Diskriminierungen in seinen Grundsätzen nicht aus. Deshalb üben wir zurzeit Druck auf den Werberat aus, seine Kriterien zu verschärfen. Gleichzeitig werden wir im September unsere Gesetzesnorm auf unserer Webseite publizieren (wir arbeiten noch an Feinheiten) und zügig alle Verbände und Landesverbände darunter versammeln, die uns in unserer Lobbyarbeit unterstützen. Wir hoffen auf eine Etablierung im UWG bis 2017 und sind dazu in Berlin und mit Landesverbänden intensiv im Gespräch.

Ein selbstregulierendes Gremium wie der Werberat bleibt sinnvoll, wenn die Kriterien adäquat sind und mit einer Gesetzesnorm übereinstimmen. Eine Gesetzesnorm ist sinnvoll, damit werbende Firmen sich gegenseitig anzeigen, falls eine andere Firma sich einen Wettbewerbsvorteil durch den Gebrauch sexistischer Werbung verschaffen will.

Zu den aktuellen Entwicklungen können Sie hier weiterlesen.


 

Schluss mit Sexismus in der Werbung!

Jetzt Unterschreiben: Schluss mit Sexismus in der Werbung

Wir fordern ein Verbot von geschlechtsdiskriminierender Werbung


Pinkstinks hat zusammen mit ihrer Juristin Dr. des. Berit Völzmann eine Gesetzesinitiative gestartet.
Das Ziel der Kampagne ist das Verbot von sexistischer Werbung durch eine Erweiterung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) um folgende Norm:

㤠7a UWG Diskriminierende Werbung

(1) Eine geschäftliche Handlung, durch die Marktteilnehmende in diskriminierender Weise angesprochen werden, ist unzulässig, wenn nicht verfassungsrechtlich geschützte Interessen ausnahmsweise überwiegen. Die Diskriminierung kann sich aus der Aussage einer Werbung, ihrem Gesamteindruck oder der Gesamtheit der einzelnen Teile einer Werbekampagne ergeben.

(2) Werbung ist geschlechtsdiskriminierend, wenn sie Geschlechtsrollenstereotype in Form von Bildern oder Texten wiedergibt oder sich in sonstiger Weise ein geschlechtsbezogenes Über-/Unterordnungsverhältnis zwischen den Personen in der Werbung oder im Verhältnis zu den von der Werbung adressierten Personen ergibt. Werbung ist insbesondere geschlechtsdiskriminierend, wenn sie

1. Menschen aufgrund ihres Geschlechts Eigenschaften, Fähigkeiten und soziale Rollen in Familie und Beruf zuordnet oder

2. sexuelle Anziehung als ausschließlichen Wert von Frauen darstellt oder

3. Frauen auf einen Gegenstand zum sexuellen Gebrauch reduziert, insbesondere indem weibliche Körper oder Körperteile ohne Produktbezug als Blickfang eingesetzt werden oder der Eindruck vermittelt wird, die abgebildete Frau sei wie das Produkt käuflich.“

Ziel der Norm ist es, der Verfestigung von Geschlechtsrollenstereotypen durch Werbung entgegenzuwirken. Geschlechtsrollenstereotype wirken freiheitseinschränkend. Sie reduzieren die Geschlechter „Mann“ und „Frau“ auf feste, teilweise enge Eigenschafts-, Verhaltens- und Interessenmuster und schränken damit die Entfaltungsfreiheit von Menschen jeden Geschlechts ein.

Weiteres finden Sie auf der Internetseite https://werbung.pinkstinks.de, wo Sie auch unterschreiben können.