Unsere Sprechzeiten:

Kluge Werbung geht ohne Sexismus

Sexistische, frauenfeindliche und diskriminierende Werbung ist eine Verkaufsstrategie, die uns täglich begegnet.
Der Deutsche Frauenring e. V.  hat einen Flyer (2017) mit Informationen herausgegeben, wie wir dagegen aktiv werden können.
Die Initiative wird unterstützt vom Netzwerk Frauengesundheit Berlin.


Gegen geschlechterdiskriminierende Werbung

Geschlechterdiskriminierende Werbung hat viel mit Frauengesundheit zu tun. Es ist bekannt, dass frauenfeindliche Werbung und Gewalt gegen Frauen miteinander verknüpft sind (s. pressetext.deutschland v. 03.07.2009 "Sexistische Witze schüren Gewalt gegen Frauen").

Auch ist sexistische Werbung an sich strukturelle Gewalt.
Der permanente Konsum von sexistischer Werbung, gegen die sich kein Mensch erwehren kann, da sie allgegenwärtig ist, führt häufig zu einem gestörten Körperbild.

Gemeinsam mit anderen Organisationen setzen wir uns gegen sexistische Werbung ein, u.a. mit
Pinkstinks Germany e.V. und TERRE DES FEMMES e.V.


"Sexism Shouldn’t Sell"

Die Frauen- und Gleichstellungs­beauftragte des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg hat einen Handlungsleitfaden herausgegeben zur Umsetzung von Maßnahmen gegen sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung sowie eine rote Postkarte, die als Protest an Unternehmen gesendet werden kann (Sept. 2017).
Die Broschüre wird unterstützt vom Netzwerk Frauengesundheit Berlin.

Weitere Informationen zum Thema frauenfeindliche, sexistische und diskriminierende Werbung gibt es auf der Website vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg.


Kennzeichen frauenfeindlicher Werbung

Infos und Beispiele mit Kriterien zu sexistischer Werbung:

Checkliste von Terre des Femmes e.V.


"Der zornige Kaktus" - Negativ-Preis für sexistische Werbung

Terre des Femmes e. V. (TDF) vergibt seit 2014 den Negativ-Preis „Der zornige Kaktus“ an Unternehmen mit besonders frauenfeindlicher Werbung.

Der Gewinner des „Zornigen Kaktus“ 2021 ist der Landhandel Surmühle in Teisendorf. Begründung der Jury: "Mit dem Slogan 'Putzsklaven zu verkaufen!' und einer erotisch dargestellten jungen Frau versucht Surmühle Saugroboter zu vermarkten. Eine auf gleich drei Ebenen fragwürdige Strategie: Die Worte 'Sklave' und 'zu verkaufen' verharmlosen das rassistische System der Sklaverei, und das Wort 'Putzsklaven' lässt auch mit erschreckender Ignoranz außer Acht, dass Tausende Menschen – meist Zugewanderte, meist Frauen – in Deutschland als unterbezahlte Putzkräfte schuften müssen. Und nicht zuletzt: Die Darstellung der Frau bedient das Klischee des Frauchens, das nur noch zum Sex verfügbar zu sein hat, jetzt, wo der iRobot das Putzen erledigt."
Weitere Infos zum Voting 2021

2020 hat TERRE DES FEMMES den 1. Preis an die Brauerei Füchschen Bier aus Düsseldorf verliehen. Begründung der Jury: "Schon öfter wurden Werbungen der Marke 'Füchschen Bier' beim 'Zornigen Kaktus' eingereicht. Diese Werbung ist jedoch besonders geschmacklos: Die Frau wird freizügig gekleidet als Stück Fleisch auf einem Grill präsentiert und damit komplett objektifiziert. Hinzu kommt der Spruch, man müsse diese mal 'richtig durch nehmen' und ein Füchschen dürfe nicht abgewiesen werden. Dies weckt sofort die Assoziation zu sexualisierter Gewalt."
Weitere Infos zum Voting 2020

2019 wurde der 1. Platz für sexistische Werbung auf dem Firmenwagen eines Handwerkers verliehen.
Voting 2019

In 2018 wählte die Jury drei Favoriten für die Abstimmung aus.
Voting 2018


Der "Pinke Pudel" - Positivpreis für geschlechtergerechte Werbung

Ausgezeichnet werden Kreative, die in Werbekampagnen mit Geschlechtsrollenstereotypen brechen und gesellschaftliche Vielfalt feiern.
Der “Pinke Pudel” wird vergeben von Pinkstinks Germany e.V.


Jahrbuch "Deutscher Werberat"

Das Jahrbuch des Deutschen Werberats für 2017 dokumentiert insgesamt 1.389 Beschwerden, die sich auf 787 Beschwerdefälle verteilten (+12 Prozent). Wie in den vergangenen Jahren bildete der Beschwerdegrund 'Geschlechterdis­kriminierende Werbung' den Schwerpunkt der Proteste mit insgesamt 321 Fällen (rund 60 % aller Fälle).
Deutscher Werberat
Download der Jahrbücher


"Sexistische Werbung ist umgehend zu stoppen“

Der AKF e.V. hat ein Interview mit Ulrike Hauffe (Landes­beauftragte für Frauen des Landes Bremen) geführt über den Erfolg der Bremer Plakataktion gegen sexistische Werbung „Make Werbung Great Again“.

AKF-Interview (Nr. 11, 21.09.2017)


Frauen nur als Deko - Sexismus in den Medien

Am 28. September 2016 fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung die Konferenz  Frauen nur als Deko - Sexismus in den Medien statt.

Es ist möglich die Veranstaltung im Nachhinein nochmal online zu sehen.


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