Netzwerk Frauengesundheit Berlin
Das Netzwerk Frauengesundheit Berlin setzt sich für die Verbesserung der Gesundheitsförderung und -versorgung von Frauen in Berlin ein.
Die Gesundheit von Frauen und Mädchen wird maßgeblich geprägt durch drei Faktoren:
- ihre spezifischen Arbeits- und Lebenssituationen, z.B. Doppelbelastungen durch Familie und Beruf, schlechtere Bezahlungen, höhere Gewaltbetroffenheit
- ihre körperlich-biologischen Bedingungen, z.B. durch Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre und
- ihren Umgang mit Gesundheit und Krankheit.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Das Ziel: Geschlechtergerechte Gesundheitspolitik
Bei allen gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Vorhaben sind die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen.
Um die Gesundheit von Frauen und Männern in Berlin weiter zu verbessern muss dieses Prinzip, genannt Gender Mainstreaming, konsequent in der Berliner Gesundheitsversorgung und -forschung beachtet und umgesetzt werden.
Nachruf für
Frau Susanne Krumpholz
Der plötzliche Tod von Susanne Krumpholz hat uns, die Mitgliedsfrauen des Netzwerks Frauengesundheit,
tief erschüttert.
Wir vermissen eine engagierte und tapfere Mitstreiterin, die sich bis zuletzt für die Belange von behinderten Frauen,
vor allem auch im gesundheitlichen Bereich, in kluger und empathischer Weise eingesetzt hat.
Vor allem ihrer Innovationskraft wollen wir verpflichtet bleiben und uns in ihrem Sinne für die weitere Verbesserung
der gesundheitlichen Situation von Frauen mit Behinderungen einsetzen.
„Berlin – Gesunde Stadt für Frauen“ - Frauengesundheit auf dem Prüfstand
Am Mittwoch, 4. November 2009, von 15.30 - 18.30 Uhr findet im Abgeordnetenhaus von Berlin eine Fachrunde des Netzwerks Frauengesundheit statt.
Anknüpfend an die Fachgesprächsreihe 2006-2007 sowie an diverse Fachveranstaltungen zur Thematik Frauengesundheit wollen wir gemeinsam mit Ihnen die Entwicklung der in 2006-2008 definierten Problemfelder zur Frauengesundheit in Berlin und die Umsetzung von getroffenen Vereinbarungen, Strategien, Maßnahmen u.a. beleuchten sowie offene Fragen klären: Wo stehen wir heute – 2 Jahre später? Was konnte erfolgreich verändert werden? In welchen Handlungsfeldern ist eine Stagnation zu verzeichnen? Was fehlt uns zur Umsetzung?
Die Vertreterinnen des Netzwerkes Frauengesundheit Berlin wollen unter Einbeziehung aller Beteiligten und Entscheidungsträger, von Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Forderungen überprüfen, Strategien weiter entwickeln und an konkreten Aspekten der Frauengesundheit Verbesserung erzielen.
Das Programm finden Sie hier.
Weitere Informationen erhalten Sie über die Geschäftsstelle des Netzwerks Frauengesundheit
c/o Gesundheit Berlin-Brandenburg, Rita von Godin, Friedrichstr. 231, 10969 Berlin, Telefon: 030-44319095
E-Mail: geschaeftsstelle[at]frauengesundheit-berlin.de
Die elektronische Patientenkarte: Ein Artikel von Dr. Silke Lüder
Stoppt die e-Card, endgültig !
Auch das abgespeckte " Gerippe" der Karte brauchen wir nicht.
Die elektronische Patientenkarte: Bestandsaufnahme aus Patientinnensicht
Einen Überblick über Grundlagen, Inhalte und Beteiligte bietet der Vortrag von Gudrun Kemper im Netzwerk Frauengesundheit vom 22. April 2009. Darüber hinaus sind Informationen zum Zugriff auf die Karte, die Kosten und kritische Argumente enthalten.
Die HPV-Impfung – zwischen massenhafter Propagierung und defizitärer Informationspolitik
Presseerklärung nach Podiumsdiskussion „HPV-Impfung – ein Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs?" am 9. April 2008, veranstaltet vom Netzwerk Frauengesundheit Tempelhof-Schöneberg, in Kooperation mit der Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales des Bezirkes, Dr. Sibyll Klotz, und der Gleichstellungsbeauftragten Ursula Hasecke.
Zur vollständigen Presseerklärung geht es hier.
Eine Stellungnahme des Feministischen Frauen Gesundheitszentrums e.V. FFGZ finden Sie hier.
ERKLÄRUNG zum Internationalen Frauentag 2009
„Schönheitsoperationen“ am weiblichen Genitale - eine spezielle Form der Medikalisierung und Sexualisierung von Mädchen- und Frauenkörpern
Die Schönheitsindustrie boomt und mit ihr die Schönheitschirurgie. Sie vermarkten gemeinsam unrealistische und fototechnisch manipulierte „Schönheitsideale“ und setzen damit einen bisher nicht da gewesenen Trend zu absurden Korrekturen des weiblichen Körpers in Bewegung, der nun auch die weiblichen Geschlechtsorgane erreicht hat. „Schönheitsein-griffe“ unterliegen keinem Meldezwang, keiner Qualitätskontrolle und werden in keiner allgemeingültigen Statistik festgehalten – sie stellen jedoch ein erhebliches gesundheitliches Risiko für die Frauen dar, die sich ihnen unterziehen. Bekannt ist, dass in Deutschland jährlich etwa eine Million nicht medizinisch indizierte „Schönheitseingriffe“ (davon ca. 80 Prozent bei Frauen und Mädchen) durchgeführt werden. Etwa 30 Prozent der operierten Frauen muss sich erneut operieren lassen, weil eine Korrektur des Resultats einer vorherigen Operation not-wendig wurde.
[...]
Wir betrachten mit Sorge, wie die Schönheitsindustrie mit ihren lukrativen „Idealen“ und Praktiken die physische und psychische Gesundheit vieler Frauen gefährdet. Wieder einmal stehen die Körper von Frauen und Mädchen zur Disposition, um angeblich eine Verbesserung des Lebensgefühls zu erreichen – tatsächlich geht es aber darum, den von der Schönheitsindustrie normierten „Schönheitsidealen“ männlicher Betrachter zu genügen. Wir sehen mit Sorge die Unterminierung weiblichen Selbstbewusstseins und die Deformierung natürlicher Körperlichkeit.
Notwendig ist eine breite politische Initiative zum Schutz des weiblichen Körpers.
Zur vollständigen Erklärung geht es hier.
Erklärung zum Internationalen Frauentag 2008 - Abschaffung der Rezeptpflicht für die „Pille danach“
Unterzeichnerinnen:
Familienplanungszentrum Berlin e.V. - BALANCE; Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V.; Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau; Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover e.V.; Netzwerk Frauengesundheit Berlin
Die Unterzeichnerinnen bitten die Bundesregierung und den Bundesrat: Orientieren Sie sich an der Empfehlung des Sachverständigenausschusses beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Heben Sie die Verschreibungspflicht für die „Pille danach“ auf.
Zur vollständigen Resolution gelangen Sie hier.






